Der sogenannte „Tag der deutschen Zukunft“ in Karlsruhe – die Ergebnisse

antifaschistische_aktion_old-150x150Am 3.6.2017 veranstaltete die Partei „Die Rechte“ als sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ einen faschistischen Aufmarsch, zu dem bis zu 1000 Teilnehmer angekündigt und 300 tatsächlich gekommen waren. Trotz vielfältiger Gegenbewegung, 154 Organisationen unterzeichneten den Aufruf, den Aufmarsch zu verhindern, konnten die Faschisten marschieren.

Ihr Aufmarsch wurde von einem 3000-köpfigen Polizeiaufgebot mit Wasserwerfern, Pferden und Hunden abgeschirmt gegen 3000 bis 4000 (je nach Quelle) GegendemonstrantInnen. Während auf der einen Seite der Absperrungen bis zu 3000 in dem Demozug des DGB unter dem Motto „Unsere Zukunft ist bunt“  in Sicherheit parallel zum Naziaufmarsch durch Durlach zogen, wurden die Proteste der jugendlichen AntifaschistInnenn auf der anderen Seite des Aufzugs der Partei „Die Rechte“ von der Polizei mit über hundert Zusammenstößen mit zahlreichen Verletzten und Festnahmen beantwortet. Während IG-Metall und Verdi-Jugend auf der sicheren Seite mit dem DGB unterwegs waren, waren die jugendlichen Antifaschisten auf der anderen Seite den Attacken der Polizei ausgesetzt.

Möglich wurde diese Spaltung durch die Haltung der Stadt Karlsruhe, ausgedrückt in der Feststellung ihres Oberbürgermeisters, Dr. Frank Mentrup, dass Karlsruhe den Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ hinnehmen müsse (Stadtzeitung 2.6.2017). Es kommt daher politisch darauf an, an der Überzeugung des DGB zu arbeiten, dass für die Gewerkschaften Faschisten eine Bedrohung und eine Gefahr darstellen. Es kommt für uns darauf an, mit den jugendlichen AntifaschistInnen zu arbeiten um ihnen zu vermitteln, dass nicht die Polizei sondern als Antifaschistinnen die Faschisten die Gegner sind. Wird nur die Polizei als der eigentliche Gegner wahrgenommen, bleiben die Faschisten und die bürgerliche Strukturen, die den Aufmarsch erst ermöglichen, außen vor, und faschistische Aufmärsche, Rechtspopulismus und Rechtsentwicklung werden nicht verhindert sondern nehmen zu.

Stellungnahme der DKP Karlsruhe