Streikende Erzieherinnen verdienen unsere Solidarität!

Oberstes Gebot unserer Zeit: Solidarität der arbeitenden Menschen im Arbeitskampf!

Die Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) sind immer noch ohne Ergebnis geblieben. Der Kommunale Arbeitgeberverband weigert sich anzuerkennen, dass die Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen einfach mehr wert ist. Und das, obwohl es eine schreiende Ungerechtigkeit ist: Menschen, denen wir unsere Kinder anvertrauen, sollen dafür wesentlich weniger bekommen als die, denen wir unser Geld anvertrauen!

Arbeit“geber“ blockieren!
Der Warnstreik ist die richtige Antwort auf eine Verweigerungshaltung, die nicht nur die Beschäftigten im Erziehungsdienst trifft. Die Blockade der Arbeit“geber“ trifft auch alle diejenigen, die ihr Kind an diesem Tag nicht betreuen lassen können. Und doch ist der Streik das Beste, was die SuE-Beschäftigten für Kinder und Eltern und alle Betroffenen tun können. Denn nur mit einer besseren Bezahlung kann auf Dauer der Fachkräftemangel eingedämmt werden. Nur wenn die sozialen Berufe endlich aufgewertet werden, können sich die Bedingungen in den Einrichtungen verbessern. Das hilft den Familien, und das hilft den Beschäftigten.

Solidarität mit den Streikenden!
Das wird mit jeder Verhandlungsrunde immer wichtiger. Die Forderungen sind mehr als berechtigt, deshalb werden immer verrücktere Vorwürfe laut. Der Streik richte sich gegen die Eltern, die Kinder würden nachhaltig geschädigt. Umso wichtiger ist es, dass es eine große Unterstützung aus der Bevölkerung gibt. Die streikenden Beschäftigten stehen unter einem massiven Druck und müssen sich viele Vorwürfe gefallen lassen. Sie brauchen die Solidarität aller Menschen, die die Umverteilung von unten nach oben, den Lohnraub und den Sozialabbau nicht einfach so hinnehmen wollen und können. Die nicht akzeptieren, dass Stuttgart Millionen verbuddelt oder in Luxussanierungen steckt und Deutschland lieber Banken rettet als allen Kindern einen Kindergartenplatz, eine bedarfsgerechte Betreuung und ein funktionierendes Netz an Hilfen zur Verfügung zu stellt.

Es geht um mehr!
Leider ist jedoch nicht nur die Bezahlung eine Katastrophe. Die dauerhafte Unterfinanzierung des sozialen Netzes hat zu teilweise unhaltbaren Zuständen in den Einrichtungen geführt. Der Kampf der Beschäftigten für eine bessere Bezahlung kann deshalb nur ein Anfang sein. Er muss weitergeführt werden, damit endlich allen Kindern ein Platz angeboten werden kann. Damit mehr Fachkräfte in kleineren Gruppen arbeiten können und alle eine Förderung bekommen, die den Namen auch verdient.

Wer nicht auf die Tube drückt, bekommt auch nichts raus!
Doch durch einen Warnstreik allein werden keine Verbesserungen erzielt werden. Wenn sich der Kommunale Arbeitgeberverband nicht endlich bewegt, ist ein langer Streik die einzig richtige Antwort. Eine finanzielle Anerkennung der wichtigen Arbeit, die in der überwiegenden Mehrzahl immer noch von Frauen geleistet wird, ist das Mindeste! Der Kampf gegen Lohnklau und Sozialabbau muss von allen Beschäftigten weitergetragen werden. Der mutige Streik der SuE-Beschäftigten ist dafür ein wichtiger Schritt!

 

warnstreik

70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, Diskussionsveranstaltung am 24. April um 19.00 Uhr

Diskussionsveranstaltung am 24. April um 19.00 Uhr
im linken Zentrum Lilo Herrmann / Böblingerstr. 105 und
Matinee am 25. April um 11.00 Uhr
im Friedensbüro Spreuergasse 43 (Eingang Finstermünzgasse)
jeweils mit: Daniel Bratanovic
Journalist bei der Jungen Welt und Wissenschaftler, Berlin

„Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. (…) Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen. (…) wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg.“
Es brauchte 40 Jahre, bis 1985 ein Präsident der Bundesrepublik das verpönte Wort „Befreiung“ über die Lippen bekam. Es war kein Zufall, dass die historische Bedeutung des 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg in Westdeutschland lange verschwiegen wurde. Denn in seinen ökonomischen und politischen Grundstrukturen sowie in seinen politischen, intellektuellen und später auch militärischen Eliten wurzelte die westdeutsche BRD fest im faschistischen Vorgängerstaat.
Und heute?
Das diesjährige Gedenken an die Befreiung von Faschismus und Krieg fällt in eine Etappe, in der aus Sicht der 1945 geschlagenen politischen und ökonomischen Eliten der deutsche Imperialismus wieder die globale Karte spielen und weltweit „Verantwortung“ übernehmen soll. Dazu riefen bereits vor einem Jahr die politischen Spitzen der BRD, Bundespräsident Joachim Gauck, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Walter Steinmeier auf. Und dazu gehört auch die Neuauflage des alten „Drangs nach dem Osten“. Deutsche Soldaten werden wieder darauf trainiert, wie einst unter „dem Führer“, blitzschnell „zurückzuschießen“ und militärische Schläge gegen Russland mit „schnellen Einsatzgruppen“ der NATO auszuführen.
Feiert den Sieg, …
Auch 2015 sollte der Tag der Befreiung ein Tag sowohl des Feierns als auch des Gedenkens sein, an die Millionen Opfer von Krieg und Faschismus. Vor allem aber erinnert er daran, dass die Lehre nicht vergessen werden darf, wie sie am deutlichsten durch die Gefangenen des KZs Buchenwald, die sich im April 1945 selbst befreit haben, formuliert wurde: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
… stoppt Faschismus und Krieg!

Die Bedeutung der Befreiung von Faschismus und Krieg für heute wollen wir diskutieren.
Welche Auswirkungen hat die Zuspitzung der sozialen Lage in ganz Europa seit der Konterrevolution in Europa und insbesondere mit der Krise, die seit 2008 schwelt?
Was für Schlussfolgerungen sind aus der Zusammenarbeit zwischen faschistischen Organisationen und staatlichen Institutionen, die im Zusammenhang mit dem NSU und den Verbotsverfahren gegen die NPD besonders deutlich geworden sind, zu ziehen?
Wie soll auf die neuen Weltmachtansprüche des deutschen Imperialismus reagiert werden, der unter dem Stichwort „Verantwortung übernehmen“ Rohstoffquellen, Absatzmärkte und geostrategisch wichtige Gebiete auch militärisch sichern und erobern will?
Welche Gefahren gehen von der aggressiven Politik der NATO in der Ukraine gegenüber Russland aus? Welche unterschiedlichen Strategien verfolgen die imperialistischen Staaten?

Flyer 24.4.15-002

Ostermarsch 2015

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Friedensfreunde,

angesichst der drastisch gestiegenen Kriegsgefahr in Europa
kommt den diesjährigen Ostermarsch eine besondere Bedeutung zu.
Helft mit, mit unseren Protest, Widerstand gegen diese Entwicklung zu stärken.
Es muß ein Krieg verhindert und der Frieden erhalten bleiben.

Deshalb beteiligt Euch zahlreich an den diesjährigen Ostermärschen.

Ostermarsch 2015 in Stuttgart
Karsamstag, den 04.April,
12:00 Uhr EUCOM Katzenbachstr./Hauptstr. Stuttgart-Vaihingen
14:00 Uhr Lautenschlägerstr. beim Hbf
15:00 Uhr Schlossplatz

Flyer Ostermarsch 2015