Afrika und Wir!

Afrika und wir
Samstag. 7. November 2015, 11.00-17.30 Uhr
Stuttgart, Waldheim Sillenbuch, Clara-Zetkin-Haus*
Gorch-Fock-Str. 26

Die Referierenden und ihre Themen:
Dr. Jörg Goldberg, Frankfurt/M., langjähriger Regierungsberater in Benin und Sambia, Redaktion Z: Der Wirtschaftsboom im subsaharischen Afrika – Wachstumsperiode oder Strukturbruch?
Georges Hallermayer, Sarreguemines, Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung:
Die VR China in Afrika: Feindbild oder Leitbild?

Sabine Lösing, Göttingen, MdEP (Die Linke):
Deutsche und europäische Militär- und Interessenpolitik in Afrika

Thomas Mickan, Stuttgart, Informationsstelle Mililtarisierung (IMI):
AFRICOM – Big Brother Is Watching You

Prof. Dr. Reinhard Kößler, Uni Freiburg, Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts:
Deutschland postkolonial – zum Umgang mit dem Völkermord im heutigen Namibia
* Zur Anreise mit PKW oder Bahn siehe http://waldheim-stuttgart.de /der_weg_zu_uns.htm
Kostenbeitrag (inkl. Mittagsimbiss): 12 Euro; ermäßigt: 8 Euro. Wegen der Essensplanung bitten wir um
Voranmeldung unter marx-engels-stiftung@t-online.de oder bei Hermann Kopp, Tel. 0211-680 28 28

In Afrika leben 1,1 Milliarden Menschen – fast so viele wie in der VR China, und gut doppelt so viele wie in Lateinamerika. Gemessen daran, sind unsere Kenntnisse über diesen Kontinent erstaunlich gering.
In die hiesigen Medien schafft es das subsaharische Afrika, auf das sich unsere Tagung
konzentriert, in der Regel allenfalls als bedauertes Opfer unverstandener Kriege oder humanitärer Katastrophen, wie jüngst der Ebola-Epidemie. Das muss sich ändern, wollen wir nicht in provinzieller Ignoranz verharren gegenüber einer Region, die in den letzten anderthalb Jahrzehnten ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hat, und für die sich neuerdings, außer den ehemaligen Kolonialmächten England und Frankreich, auch die USA brennend interessieren – im
Kampf um Einfluss und Märkte und in scharfer Konkurrenz mit China. Es wäre verwunderlich, hielte sich der deutsche Imperialismus da raus. Auch seiner historischen wie aktuellen Rolle auf dem „schwarzen Kontinent“ gilt unser Interesse.